Aktuelle Ausstellung, zu der ich Sie herzlich einlade

Nähere Information zu der Ausstellung:

Die Neuen im BBK – SICHT WEISE

 

Zum dritten Mal in Folge wird den Neuen im BBK (Berufsverband Bildender Künstler und Künstlerinnen Wiesbaden e.V.), die den Aufnahmeprozess positiv durchlaufen haben, auf Einladung des Kulturamtes der Stadt Wiesbaden die Möglichkeit gegeben, sich mit eigenen Arbeiten im Foyer des Rathauses zu präsentieren.

Es sind dies die vier Künstlerinnen Angela Cremer, Iris Kaczmarczyk, Renate Schwarz Kraft, Stella Tinbergen und die zwei Künstler Peter Bernhard, Titus Grab.

 

In einem intensiven Gespräch wurde SICHT WEISE als gemeinsames Motto gefunden.

SICHT WEISE sowohl im Sinne der verschiedenartigen Sichtweisen, Sehweisen der KünstlerInnen selbst, wie auch im Sinne des Betrachters, in seiner Sicht, Sichtweise, seiner Leseweise und letztendlich erstrebten Kommunikation mit dem Kunstwerk.

 

Der kommunikative Ansatz lässt sich in unterschiedlicher Ausprägung in der Bandbreite der künstlerischen Arbeiten (Malerei, Objekt, Installation, Fotografie, Film) bei aller Vielfältigkeit wieder finden.

 

Kommunikation von und mit

Während bei Titus Grab Projekte, Arbeiten, Installationen im direkten Dialog mit anderen, seien es Kinder oder Erwachsene, entstehen, wird bei Renate Schwarz Kraft Kommunikation zwischen Menschen aber auch zwischen Kunst und Mensch zum Thema der bildnerisch malerischen Darstellung, als Frage oder Rätsel. Innere und äußere Gefühlswelten zeigen Menschen in Beziehung zu sich und anderen, verweisen auf verborgene Geschichten.

Psychische oder emotionale menschliche Extremzuständlichkeiten wie Schizophrenie oder Angst übertragen sich in die Erlebniswelten im Sinne von Andersartigkeit, in filmisch umgesetzten Körperskulpturen von Stella Tinbergen.

Die Tafelbilder, „Flächenstudien“ von Angela Cremer suchen in ihrer haptischen Visualität das Eindringen der Blicke des Betrachters, können zu einem meditativen Dialog führen. Während die gestisch expressiven Malereien von Peter Bernhard das Potential mitbringen Emotionen energetisch aufzuladen, aufzuwühlen. Die Fotoserien von Iris Kaczmarczyk verführen in die Stille der Nacht oder in den Dialog der Orte und Dinge.

 

Bildraum und Bilderwelten

Der Raum der Bilderwelt von Iris Kaczmarczyk öffnet sich durch Perspektive und Licht in der fotografisch reproduzierten Wirklichkeit. Eingefrorene Augenblicke der Gegenwart oder Vergangenheit werden atmosphärisch eingefangen. In filmischer Bewegung über der Zeit werden bei Stella Tinbergen in der Konfrontation von Bildern innere Räume vermittelt. Ein Moment, ein Pinselstrich wird zum Ausgangspunkt, leitet einen unvorhersehbaren Weg im existentiellen Malprozess von Peter Bernhard ein. In einem Rausch von Farbe, Struktur und Form werden Bildräume einer nicht existenten, unsichtbaren Welt im Äußeren sichtbar.

Renate Schwarz Krafts aus dem Weiß des Malgrundes skizzenhaft erscheinende Figuren nehmen den Betrachter an die Hand um ihn gleichzeitig dem Rätsel der eigenen Interpretation zu überlassen. In der Tiefe des durch poliertes Wachs geschützten, in Schichten angelegten Bildraumes von Angela Cremer kann sich der Blick des Zuschauers ausgehend von der spiegelnden Oberfläche im Inneren verlieren, in Anlehnung an Musik einen inneren Klang erzeugen, während bei Titus Grab die Objekte, Installationen alltäglicher Materialien in die konkrete Dinglichkeit zurückführen ohne weiterführende Inhaltlichkeit zu verbergen. Angela Cremers assoziierte Materialität, die in zarten rhythmischen Strukturen Welten öffnen kann, weicht dem körperlich Greifbaren bei Titus Grab. Jedoch bleibt der Raum seiner Bilderwelt nicht auf die Oberfläche der Objekte beschränkt, innewohnende Gedankenbilder, Geschichten oder Erinnerungen warten darauf vom Betrachter aus ihrer Behütung befreit zu werden.

 

Bei aller Unterschiedlichkeit der KünsterInnen, Ansätze und Arbeiten kann, wenn der Besucher sich darauf einlässt, eine Reise durch verschiedene Sichtweisen zu einer neuen SICHT WEISE führen oder auch einfach nur zu einem interessanten Erlebnis.

 

Reiner Strasser

 

 

 

Auf die Frage was ein gutes Bild ausmacht, antwortete Hundertwasser:

"Wenn das Bild voller Magie ist, wenn man das Glück heraus spürt, wenn es zum Lachen oder Weinen reizt, wenn es etwas in Bewegung bringt. Es soll so sein wie die Natur. Es sollte so sein, das man es vermisst, wenn es nicht mehr da ist."

Dieses Zitat ist mir sehr wichtig und bedeutet für mich, lebendig zu sein in meinem Handeln und die Dinge, die  ich tue mit ganzem Herzen zu tun.                                                                                                                                                  Renate Schwarz Kraft

 

 

 

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